Postwurfspezial Business
Werbepost an Firmen, ohne eigene Adressen
Postwurfspezial Business ist die B2B-Variante der teiladressierten Werbesendung. Sie geht ausschließlich an Gebäude, in denen Firmen sitzen, und wird über Branche, Betriebsgröße und Region eingegrenzt. Privathaushalte bekommen sie nicht. Sie brauchen keine gekaufte Adressliste und keine Einwilligung, weil die Sendung auf das Gebäude adressiert ist und nicht auf eine Person.
Grundprinzip
Adressiert wird das Gebäude, nicht die Person
Auf dem Umschlag oder der Karte steht keine Firmenanschrift mit Namen, sondern eine Zeile wie "An die Unternehmer im Hause Bahnhofstraße 1, 12345 Ort". Der Zusteller bringt die Sendung genau dorthin. Für Sie hat das zwei Folgen: Sie müssen keine Firmenadressen kaufen oder pflegen, und Sie brauchen keine werbliche Einwilligung der Empfänger, weil niemand persönlich angeschrieben wird.
Die Deutsche Post gibt für diese Variante mehr als zwei Millionen erreichbare Gewerbeempfänger in Deutschland an. Welche Gebäude dazugehören, wird halbjährlich mit der IBIS-Gebäudedatenbank abgeglichen.
Die vier Varianten im Vergleich
Der häufigste Denkfehler ist, Postwurfspezial Business für "Postwurfsendung an Firmen" zu halten. Die Unterschiede liegen bei der Empfängergruppe und bei den Kriterien, mit denen Sie eingrenzen:
| Variante | Empfänger | Eingrenzung | Adressen nötig? |
|---|---|---|---|
| Postwurfspezial Business | nur Gewerbe | Branche, Betriebsgröße, Gebäudetyp, Region | nein |
| Postwurfspezial | Privathaushalte | über 100 demografische Kriterien, etwa Kaufkraft, Alter, Gebäudegröße | nein |
| Postaktuell | alle Haushalte oder Haushalte mit Tagespost | rein geografisch: Ort, Postleitzahl, Ortsteil, Umkreis | nein |
| Dialogpost | namentlich benannte Empfänger | Ihre eigene Adressliste, personalisierbar | ja |
Wenn Sie Ihre Wunschkunden namentlich kennen, ist Dialogpost das genauere Mittel, weil Sie dort personalisieren und den Ansprechpartner direkt adressieren können. Wenn Sie eine Branche in einer Region erschließen wollen und die Firmen nicht kennen, ist Business der praktischere Weg.
Zielgruppe
Was Sie auswählen können
Die Auswahl läuft über vier Ebenen, die sich kombinieren lassen:
Branche. Grundlage ist die amtliche Klassifikation der Wirtschaftszweige. Sie ist in Dachmärkte gegliedert, unter denen die einzelnen Zweige hängen. Im verarbeitenden Gewerbe sind es beispielsweise mehr als 30 Untergruppen, sodass Sie zwischen Metallbau, Lebensmittelherstellung oder Möbelproduktion trennen können statt pauschal "Industrie" anzuklicken.
Betriebsgröße. Zehn Klassen nach Beschäftigtenzahl, von 1 bis 4 Mitarbeitenden bis zu Betrieben ab 2.000 Mitarbeitenden. Damit fällt der wichtigste Streuverlust im B2B weg: Ein Angebot für Firmenwagenflotten muss nicht beim Einzelunternehmer landen, ein Handwerkerangebot nicht im Konzern.
Gebäudetyp. Sie entscheiden zwischen rein gewerblich genutzten Gebäuden und gemischt genutzten, in denen auch Wohnungen liegen. Reine Geschäftsgebäude sind sauberer, gemischte erweitern die Menge, etwa in gewachsenen Innenstädten mit Ladenlokal und Wohnung im gleichen Haus.
Region. Frei wählbar bis auf die Ebene einzelner Gebiete, damit die Kampagne zu Ihrem Einsatzradius passt.
Eine Einschränkung sollten Sie kennen: Sie steuern Gebäude, keine Funktionen. Wer im Haus die Sendung öffnet, ist nicht wählbar. Bei kleinen Betrieben ist das meist die Inhaberin oder der Inhaber. In größeren Häusern hängt es an der Poststelle. Für die gezielte Ansprache einer bestimmten Position ist Dialogpost mit eigener Adressliste das passende Mittel.
Einsatz
Wann sich die Business-Variante lohnt und wann nicht
Sie passt gut, wenn Sie in einem Gebiet neu anfangen oder eine Branche systematisch abklopfen wollen: ein Handwerksbetrieb, der Gewerbekunden im Umkreis von 50 Kilometern sucht. Ein Anbieter von Arbeitskleidung, der Metallbaubetriebe zwischen 20 und 200 Mitarbeitenden anspricht. Ein Steuerbüro, das sich bei Gastronomiebetrieben der eigenen Stadt vorstellt. In allen drei Fällen kennen Sie das Profil Ihres Wunschkunden, aber nicht seinen Namen.
Sie passt schlecht, wenn Sie eine kleine, klar benannte Liste ansprechen wollen. Bei 80 bekannten Zielfirmen ist eine adressierte, personalisierte Dialogpost fast immer wirksamer und günstiger als eine teiladressierte Aussendung, für die eine Mindestauflage zusammenkommen muss. Sie passt auch schlecht, wenn Ihr Angebot nur eine einzelne Person im Betrieb interessiert und Sie sicher sein müssen, dass es genau dort landet.
Ein nüchterner Hinweis zur Menge: Für das klassische Postwurfspezial liegt die Mindestauflage bei 5.000 Sendungen. Ob Ihre Gewerbe-Selektion diese Menge in Ihrer Region überhaupt hergibt, prüfen wir vor dem Angebot. Eine Branche mit engem Filter kann in einem Landkreis schnell unter der Schwelle liegen. Dann lohnt es sich, die Region zu weiten oder auf Dialogpost zu wechseln, statt die Zielgruppe künstlich aufzublähen.
Formate, Papier, Porto
Was Sie verschicken können
Es gelten die Vorgaben von Postwurfspezial. Zwei Formatklassen stehen zur Wahl:
| Format | Maße | Gewicht | Porto ab |
|---|---|---|---|
| Postkarte | innerhalb der Standardmaße | bis 50 g | 0,17 € |
| Standard | L 150 bis 235 mm, B 90 bis 125 mm | bis 20 g | 0,18 € |
| Standard | L 150 bis 235 mm, B 90 bis 125 mm | 21 bis 50 g | 0,20 € |
| Groß | L 140 bis 353 mm, B 90 bis 250 mm | bis 1.000 g | nach Gewichtsstufe |
Alle Preise netto. Bei Auflagen zwischen 5.000 und 19.999 Sendungen erhebt die Deutsche Post einen Kleinmengenzuschlag von 0,05 € pro Sendung. Für die Business-Selektion kommen die Kosten der Zielgruppenauswahl hinzu, die sich nach Ihren Kriterien richten. Deshalb bekommen Sie von uns eine Rechnung mit Porto und Selektion getrennt ausgewiesen, damit Sie sehen, was wofür anfällt.
Zum Papier: Für Karten und Flyer im B2B empfehlen wir Bilderdruckpapier matt. Es liegt gut in der Hand, nimmt Text sauber an und lässt sich bis 400 g/m² verarbeiten. Bei Postkarten für Gewerbeempfänger hat sich 300 bis 350 g/m² bewährt, weil die Karte dann nicht wie ein Beilagenzettel wirkt.
Der Inhalt darf werblich sein, muss aber ohne persönliche Anrede funktionieren. Was im B2B verlässlich besser läuft: eine konkrete Leistung mit Preis oder Preisspanne, ein klarer nächster Schritt und ein Ansprechpartner mit Durchwahl. Was regelmäßig floppt: ein Imagemotiv ohne Angebot.
Ablauf
Wie die Kampagne bei uns läuft
Postwurfspezial Business bekommen Sie bei uns als Angebot und nicht über den Konfigurator. Der Grund ist schlicht: Unser Konfigurator rechnet die Haushalts-Selektion des klassischen Postwurfspezial, die Gewerbe-Auswahl stimmen wir für jede Kampagne mit der Deutschen Post ab. Das dauert einen Werktag und erspart Ihnen die Überraschung, dass die gewünschte Menge in Ihrer Region nicht verfügbar ist.
- Sie nennen uns Branche, Region, Betriebsgröße und Ihr Format.
- Wir prüfen die verfügbare Menge und schicken Ihnen ein Angebot mit Porto, Selektion, Druck und Einlieferung, getrennt ausgewiesen.
- Nach Ihrer Freigabe drucken wir, konfektionieren und melden die Sendung bei der Deutschen Post an.
- Die Post stellt üblicherweise 2 bis 4 Werktage nach Einlieferung zu. Eine verbindliche Laufzeitzusage gibt sie nicht, deshalb planen wir vor einem festen Termin Luft ein.
Wir sind Premium-Partner der Deutschen Post mit dem Zwei-Sterne-Signet, das deutschlandweit nur zwei Unternehmen tragen. Praktisch heißt das: Anmeldung, Einlieferungsbelege und Rückfragen zur Selektion laufen bei uns über einen direkten Kanal und nicht über ein Kontaktformular.
Häufige Fragen
Postwurfspezial Business im Detail
Brauche ich eine Einwilligung der Empfänger?
Nein. Die Sendung ist auf das Gebäude adressiert und nicht auf eine Person, es werden keine personenbezogenen Adressdaten verarbeitet. Damit entfällt die Frage nach der werblichen Einwilligung, die bei adressierter B2B-Werbung zu klären ist.
Erreicht die Sendung wirklich nur Firmen?
Bei der Auswahl "reine Geschäftsgebäude" ja. Wenn Sie gemischt genutzte Gebäude dazunehmen, um die Menge zu erhöhen, sitzen im selben Haus auch Wohnungen. Zugestellt wird dann an die gewerbliche Einheit, nachbarschaftliche Überschneidung lässt sich aber nicht ausschließen.
Kann ich die Sendung personalisieren?
Nicht auf den Empfänger, weil kein Name vorliegt. Was geht: unterschiedliche Motive oder Angebote je Branche oder Region. Dafür teilen wir die Auflage in Teilmengen und drucken je Gruppe eine eigene Fassung. Für echte Personalisierung mit Namen und Ansprechpartner brauchen Sie Dialogpost und eigene Adressdaten.
Wie messe ich den Erfolg ohne Adressen?
Über die Sendung selbst. Ein eigener QR-Code oder eine Landingpage nur für diese Kampagne, eine separate Rufnummer oder ein Aktionscode zeigen, was zurückkommt. Bei mehreren Teilmengen vergeben Sie je Branche einen eigenen Code, dann sehen Sie, welche Zielgruppe reagiert.
Was ist mit Firmen im Homeoffice oder ohne Firmenschild?
Die bleiben außen vor. Grundlage ist die Gebäudedatenbank, ein Einzelunternehmen in der Privatwohnung zählt dort in der Regel nicht als Geschäftsgebäude. Wenn genau diese Gruppe Ihre Zielgruppe ist, führt der Weg über adressierte Werbung mit recherchierten Adressen.



